Koffein, Temperatur und Geschmack.
Wie viel Koffein in einer Tasse steckt, was Koffein allgemein im Körper macht und weshalb achtzig Grad den Unterschied in der Tasse ausmachen.
Wie viel Koffein steckt in einer Tasse?
Ein Beutel FOCUS enthält 1.25 g brasilianischen Yerba Mate. Aufgegossen mit 250 ml Wasser ergibt das rund ein Drittel einer Tasse Filterkaffee.
Rechnerischer Richtwert aus 1.25 g Yerba Mate pro Teebeutel
Je nach Blattsorte und Ziehzeit
Richtwert gemäss EFSA-Getränketabelle
Standarddosierung einer 250-ml-Dose
Richtwert gemäss EFSA-Getränketabelle
- pro Tag für gesunde Erwachsene unbedenklich (EFSA)
- 400 mg
- als einzelne Koffeinaufnahme für Erwachsene (EFSA)
- 200 mg
- Körpergewicht pro Tag als Richtwert für Jugendliche (EFSA)
- 3 mg/kg
Was Koffein im Körper macht.
Allgemeine Biochemie des Koffeins: ein kurzer Blick auf den Botenstoff Adenosin und seine Rezeptoren.
Adenosin meldet dem Körper Müdigkeit
Solange wir wach sind, entsteht im Stoffwechsel laufend der Botenstoff Adenosin. Dockt er an passende Rezeptoren der Nervenzellen an, wird die Signalübertragung gedämpft.
Schematische Darstellung: Adenosin bindet frei an den Rezeptor.
Koffein besetzt vorübergehend denselben Platz
Auf molekularer Ebene ähnelt Koffein dem Adenosin genug, um an denselben Rezeptoren anzudocken. Es löst dort aber kein Müdigkeitssignal aus, während das vorhandene Adenosin kurzzeitig nicht binden kann.
Schematische Darstellung: Koffein belegt den Rezeptorplatz ohne Signal.
Die Leber baut Koffein schrittweise ab
Enzyme in der Leber zerlegen das Koffein im Lauf einiger Stunden wieder. Die durchschnittliche Halbwertszeit liegt bei Erwachsenen bei rund vier Stunden, fällt aber je nach Veranlagung kürzer oder deutlich länger aus.
Schematische Darstellung: Nach dem Abbau werden die Rezeptoren wieder frei.
Warum achtzig Grad statt kochend?
Wie sich die Wassertemperatur auf Fruchtsäure und Bitterstoffe in der Tasse auswirkt.
Rund, fruchtig und mild im Abgang
Bei rund achtzig Grad lösen sich das Koffein sowie die Fruchtsäure aus Hagebutte und Hibiskus vollständig. Gleichzeitig bleiben die kräftigen Gerbstoffe des Mateblattes weitgehend im Beutel.
Alltagstipp ohne Thermometer: Wasser aufkochen, Deckel öffnen und rund zwei Minuten stehen lassen.
Deutlich herber und trockener auf der Zunge
Sprudelnd kochendes Wasser extrahiert rasch mehr Gerbstoffe und Polyphenole aus dem Yerba Mate. Der Tee wird dadurch kräftig-herb und drängt die feineren Zimt- und Fruchtnoten in den Hintergrund.
Wer kräftige Bitterkeit mag, kann heisser aufgiessen und den Beutel bereits nach zweieinhalb Minuten herausnehmen.